WhatsApp “no hidden costs” on Android… NOT!

Vor langer Zeit habe ich mir zum Ausprobieren mal WhatsApp installiert. Der Tipp kam von einem Bekannten und die App hörte sich interessant an. “Damals” war die Verbreitung noch quasi bei 0, gerade einmal drei meiner Kontakte hatten auch einen Account. Nachdem dann nach und nach mehr und mehr meiner Freunde und Bekannten auch angefangen haben sie zu nutzen, ist WhatsApp mittlerweile für mich ein wichtiger Teil der alltäglichen Kommunikation geworden. Leider. Heute wurde ich nämlich darauf hingewiesen, dass meine “Free trial” bald expired und ich ab jetzt 99 Cent pro Jahr zahlen soll. Man kann jetzt viel argumentieren und als Entwickler verstehe ich das auch irgendwo, vorausgesetzt die Software überschreitet eine gewisse Komplexität und Qualität, was aber auf WhatsApp sicherlich nicht zutrifft. Was ich allerdings eine Sauerei finde ist, dass bei meiner ersten Installation nichts von diesen 99 Cent erwähnt wurde und vor allem, dass in der Description der App immer noch steht:

NO HIDDEN COST: Once you and your friends download the application, you can use it to chat as much as you want. Send a million messages a day to your friends for free! WhatsApp uses your Internet connection: 3G/EDGE or Wi-Fi when available.

Dazu gesellt sich mittlerweile allerdings auch noch folgendes, das natürlich geschickt platziert so ist, dass man es schön überliest:

First year FREE! ($0.99/year after)

Ach und auf der Website steht zu dem ganzen Thema natürlich mal gar nichts. Dort findet man nur Sachen wie “Why we don’t sell ads” etc.
Hier wird man also mal wieder schön verarscht :noshake2:

Interessant ist übrigens auch, dass die iPhone Version diese versteckten Kosten nicht beinhaltet. Hier kostet die App zwar einmalig 99 Cent, das war es dann aber auch. Die Diskussion darüber warum das so ist, überlasse ich mal lieber den Verschwörungstheoretikern, aber anmerken wollte ich es auf jeden Fall.

Virtuell bin ich jetzt bei der Box und mein Kernel ist 30

Nachdem ich vor ein paar Tagen auf den radeon Treiber umgestiegen bin, habe ich nun auch meine virtuellen Maschinen umziehen lassen. Bisher bin ich mit VMware eigentlich Recht gut gefahren, aber irgendwie war ich trotzdem nie so richtig damit zufrieden. Vor allem störte es mich, dass es nur relativ selten Updates und Bugfixes gibt und wenn es dann mal welche gibt, kann man sich den Spaß nicht mal direkt aus dem Repository holen, sondern muss es noch umständlich laden, kompilieren und installieren. Also habe ich mal rumgefragt bei einigen Bekannten die VirtualBox benutzen, wie dort so der Stand der Dinge ist und ob man mittlerweile auch damit arbeiten kann. Da mir versichert wurde, dass das meiste funktioniert, habe ich aptitude bemüht. Nach ein paar kleineren Problemen in den Einstellungen und vor allem mit meiner WindowsVM (IDE-/Grafikkartentreiber… ), lief es dann allerdings ziemlich zügig und mein nächster Schritt war dann ein ./vmware-uninstall :mrgreen:

Endlich befreit vom allem, was mich noch an den 2.6.26er Kernel gebunden hat, habe ich mich dann natürlich auch hingesetzt und einen frischen 2.6.30er kompiliert. Dieser läuft wunderbar und bisher auch ziemlich stabil. Ich bin gespannt, ob das in den nächsten Tagen auch so bleiben wird und wie der Stromverbrauch aussieht. Da ich bisher noch nicht unterwegs war, bin ich auch zu faul gewesen die Batterie einzusetzen und rumzutesten ;)

Update:
Habe ganz vergessen hier zu erwähnen, dass man natürlich die sources.list anpassen muss, damit man VirtualBox aus dem hauseigenen Repository ziehen kann. Nimmt man das, was in den Debian Repositories rumliegt hat man keine z.B. USB-Unterstützung.

# VirtualBox
deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian lenny non-free

Update #2:
Ãœbrigens funktionieren – im Gegensatz zu VMware – mit VirtualBox auch die iTunes, so dass ich endlich die neue Version der Firmware auf meinen iPod spielen kann :)