Lange schnell sein

Es gewinnt nicht der schnellste, sondern der, der am wenigsten langsam ist.

Das hört sich blöd an, oder? Als ich das zum ersten Mal hörte, musste ich darüber nachdenken. Ich war bis dahin nie mehr als 10-12km gelaufen und an Triathlon hatte ich zwar mal gedacht, aber hey, ich bin doch nicht wahnsinnig!
Seitdem sind einige Jahre vergange. In meinen Beinen steckt der ein oder andere Marathon und Triathlon und mit denen kamen auch Bücher über und mein Interesse an besserem und zielgerichtetem Training ist deutlich gestiegen. Was also tun, wenn man einen Sport ausübt für den man vor allem eins sein muss: lange schnell? Man muss lernen langsam zu sein. Und zwar genau so langsam wie es nötig ist, um den Körper im richtigen Bereich zu bewegen: dem aeroben Bereich. Im aeroben Bereich verbraucht man weniger Sauerstoff als man auf Dauer in der Lage ist dem Körper durch Atmung zur Verfügung zu stellen. Natürlich sollte man auch Einheiten im so genannten anaeroben Bereich haben, wenn es um Ausdauer geht – und das tut es viel früher als man denkt – helfen die allerdings nicht allzu viel (dafür haben sie andere Effekte). Mit Einheiten im aeroben Bereich trainiert man vor allem den Fettstoffwechsel und nur dieser bietet ausreichend Kapazität, um uns über eine lange Zeit am Laufen zu halten. Wichtig ist also lange und “langsame” Einheiten einzubauen, sodass man den Fettstoffwechsel gut trainiert. Dann wird man quasi von allein schneller ;)

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