Back on the street

Neuer Lenker, 8er raus und das Schaltwerk wieder fit machen. Das stand gestern auf meinem Plan. Nach meinem Unfall vor etwa 3 Wochen bin ich schon 2-3 Male wieder kurz mit dem Unfallrad gefahren. Richtig repariert und wieder und Schuss gebracht hatte ich es allerdings noch nicht. Gestern war es dann soweit und als erstes musste ich feststellen, dass das Lenkerrohr auf der einen Seite verbogen war. Es musste also ein neuer Lenker her. Auch das Schaltwerk hat etwas abbekommen. Leider habe ich es nicht geschafft es 100% wiederherzustellen, aber bis auf 2 Ritzel funktionieren alle Gänge. Bei Gelegenheit muss ich das dann wohl komplett austauschen. Die meiste Zeit haben die 8er in den Rädern gekostet – ich hatte seit bestimmt 15 Jahren keinen Speichenschlüssel mehr in der Hand. Bei der Gelegenheit hatte ich natürlich auch gleich noch einen Putzlappen in der Hand und jetzt glänzt das Rad sogar wieder und fahren tut es sich als sei nie etwas passiert :mrgreen:

Felt QX 85 - recovered

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Das vorzeitige Aus

Die Nase gebrochen. 5 Stiche über dem linken Auge geben diesem nur einen winzigen Schlitz für Licht. Diverse Prellungen und Abschürfungen am ganzen Körper lassen mich ein wenig aussehen wie Quasimodo.

Auf dem Heimweg von einem Volleyballturnier übersah mich eine Autofahrerin beim Abbiegen und ich habe es nicht mehr geschafft auszuweichen. Es hat ordentlich gescheppert. Die Bilder habe ich immer noch vor Augen, wenn ich sie schließe. Jedes Detail hat sich eingebrannt und alles war wie ein Déjà-vu. Zum Glück war mein Schutzengel aufmerksam. Sehr aufmerksam. Denn es war knapp. Verdammt knapp…

Lange habe ich trainiert. Viele Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen absolviert. Mich hochgepusht und die Energie und Disziplin aufgebracht immer weiter zu machen. Gleichzeitig habe ich auch meiner Familie viel abverlangt. Alles, um vor allem am Tegernsee Triathlon richtig Gas geben zu können. Und ich war auf einem guten Weg. Zumindest bis Samstag Abend.

Als endlich alles zum Stillstand kam war da nur ein Gedanke: Runter von der Straße! Ich stand auf und fasste mir an den Kopf um sehen, ob ich blutete. Dummerweise hatte ich noch Handschuhe an. Ich zog sie aus, fasste mir noch mal an den Kopf und sah eine Blut überströmte Hand vor mir. Noch bevor ich den Bürgersteig erreichte, fühlte ich mehrere Hände die versuchten mich zu stützen. Ein Mann redete ruhig auf mich ein ich solle mich hinlegen, ruhig weiter atmen und mir keine Sorgen machen. Ein anderer organisierte einen Verbandskasten. Immer wieder tauchten neue Gesichter vor meinem auf. Eine Frau verband mir provisorisch die linke Seite des Kopfes. Die Blutende. Währenddessen rief jemand die 110 und auf mein Bitten hin, rief der Mann neben mir auch meine Frau an. Er informierte sie kurz und gab mir anschließend das Telefon. Ich weiß noch, dass ich ihr sagte, sie solle sich keine Sorgen machen, ich käme nur etwas später nach Hause als geplant. Es sei alles nicht so schlimm. An den Gesichtsausdrücken meiner Helfer erkannte ich allerdings sofort, dass meine Einschätzung der Situation wohl die Dehnbarkeitsgrenze der Realität überschritten hatte.
Gebrochene NaseDer RTW hielt direkt neben mir. Es dauerte keine 2 Sekunden und die beiden Notärzte beugten sich über mich. Sie stellten einen Haufen Fragen und schienen etwas erleichtert, dass ich alle beantworten konnte. In diesem Moment sah ich meine Frau über meine Füß hinweg über die Straße kommen. Ihr Gesichtsausdruck ist eines der Details die ich nicht vergessen werde. Alle Gesichter die ich vorher gesehen hatte waren mir unbekannt, aber dieses kannte ich. Nur der Ausdruck war anders als alle anderen die ich bisher gesehen hatte. Offenbar sah ich doch schlimmer aus, als es sich anfühlte. Wir konnten nur ein paar Worte wechseln bevor ich in den Krankenwagen gehieft wurde.

Die folgende Fahrt im kam mir sehr lang vor, obwohl es nicht mal 2km waren. Die Zeit im Krankenhaus hingegen verging recht schnell, auch weil meine Frau natürlich nicht zu Hause auf mich wartete. Ein kurzer Gesamtcheck und eine erste Wundreinigung waren gerade in vollem Gange und schon war auch die Polizei da. Noch während der Arzt mich untersuchte, stellten sie mir die ersten Fragen. Während alle anderen bisher sehr freundlich waren und sich um mich kümmerten, behandelten die beiden Beamten mich allerdings nicht wie ich es in Anbetracht der Umstände erwartet hätte. Allgemein war dieses und auch das 10min später auf dem Flur – ich sollte eigentlich ins CT, aber sie bestanden darauf sofort und auf dem Flur mit mir zu sprechen – stattfindende Gespräch eher “hart”. So hart, dass sogar mein behandelnder Arzt hinterher sagte, dass er das Verhalten der beiden unmöglich fand. Nach dem CT meines Kopfes und dem Röntgen des linken Knies bekam ich dann viele gute, aber auch ein paar schlechte Nachrichten: Der Kopf ist heil, abgesehen von einer Gehirnerschütterung und diversen Prellungen und Abschürfungen. Auch die Augenhöhle hat trotz des tiefen Cuts keinen Schaden am Knochen. Es muss genäht werden. Allerdings ist die Nase gebrochen. Mir fiel ein riesen Stein vom Herzen, dass offenbar nichts Schlimmeres passiert ist.
Nachdem Nähen und ein wenig Beobachtungszeit durfte ich dann am frühen Sonntag Morgen die Notaufnahme wieder verlassen und nach Hause.

Heute Morgen bei einer HNO-Untersuchung wurde die gebrochene Nase dann unerwartet schlimmer als gehofft. Sie ist weiterhin gebrochen. Klar. Allerdings so, dass sie gegebenenfalls gerichtet werden muss. Ob wird man aber erst sehen, wenn die Schwellungen abgeklungen sind. Das heißt in 2-3 Tagen. Das heißt aber auch, dass ich nicht am Tegernsee an den Start gehen werde. Selbst wenn die Abschürfungen bis dahin verheilen ist das Risiko in einem Massenstart einen Fuß oder eine Hand unglücklich an den Kopf oder die Nase zu bekommen einfach zu groß.

Dieses Aus tut weh. Dagegen hilft auch Ibuprofen nicht. Aber was nutzt es? Ein Wettkampf ist das Risiko nicht wert. Ich werde mir ein anderes Saisonhighlight suchen. So schnell gebe ich nicht auf :mrgreen:

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch bei allen Helfern, besonders bei dem Mann an meiner rechten Seite und der Frau die mich verbunden hat, bedanken: Danke, dass ihr alle so schnell da wart und euch um mich gekümmert habt! Leider konnte ich mir die Namen nicht merken, aber meldet euch gern, falls ihr das hier durch Zufall lest :)

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Felt QX-85

Nachdem meine Gazelle vor ein paar Wochen leider aufgegben hat, habe ich mir heute endlich ein neues Fahrrad gekauft – diesmal dann auch wieder etwas sportlicher ;)

Nach einiger Beratung und ein paar Probefahrten, bin ich bei einem Felt QX-85 gelandet. Die Spannung steigt denn gleich steht die erste kleine Tour an, um das neue Spiel… äh… Sportgerät etwas ausführlicher unter die Lupe zu nehmen :mrgreen:

Felt QX-85

3 Wochen – Status: supa :)

Gestern Abend vor 3 Wochen bin ich in New York angekommen und es kommt mir vor, als wäre es erst ein paar Tage her! Bisher vergeht die Zeit wie im Flug und außer einem Fahrrad – nachdem craigslist nichts gescheites ausspuckt, wird es wohl bikesdirect werden, sobald ein Kumpel mir gesagt hat, welches sich lohnt – habe ich auch eigentlich alles zusammen, was man so zum leben braucht :)
Ein wenig mehr Sport wäre angebracht, aber das passte zeitlich bisher nicht so wirklich :oops: Mal sehen wo und wie ich das in Zukunft unterbringe! Ansonsten gefällt es mir hier super! Die Arbeit macht viel Spaß und ich habe auch schon einige Leute kennengelernt mit denen ich regelmäßig was unternehme (danke an Ralf an dieser Stelle ;)). Ein paar Fotos könnte ich bei Gelegenheit mal machen, aber so wirklich aus Touri hier rumeiern… Ich weiß ja nicht… Mal schauen :mrgreen: