Mein erster Schliersee Alpen Triathlon

Schliersee WetterDer Spitzingsattel hat es echt in sich. Was für ein Berg! Nach ~30km kommt man am Fuß an und dann geht es nur noch hoch :mrgreen:

Gestern fand der Schliersee Alpen Triathlon statt, für den ich mich als Trainings-Wettkampf angemeldet hatte. Aufgrund einer Baustelle war die Radstrecke etwas kürzer (~34km), dafür wurde allerdings die Laufrunde verlängert (11,3km) und wenn meine Garmin nicht lügt – und auch die einiger anderer ;) -, dann war auch die Schwimmstrecke mit 1,8km auch etwas länger. Halb so wild, aber fangen wir am Anfang an!
Morgens um 10h ging es für mich in München los. Rad auf das Dach und ab auf die Autobahn. Da viel Verkehr angekündigt war, wollten wir auf Nummer sicher gehen. Also waren wir bereits um kurz vor 11h beim Checkin. Eine kleine Besonderheit des Schliersee Triathlons ist, dass Start und Ziel nicht gleich sind, sondern gute 10km auseinander liegen. Zum Glück geht es vom Ziel quasi nur bergab, aber dazu später mehr :)
Nachdem wir dann mit diversen Ausstellern die Zeit totgeschlagen haben, öffnete endlich die Wechselzone I, in der man das Rad etc für den Wechsel nach dem Schwimmen aufbaut. Beim Aufbauen fing es dann an zu regnen. Zum Glück nur eine halbe Stunde lang, ansonsten wäre die Radstrecke wohl eine hübsche Rutschpartie geworden. Anschließend sind wir dann noch in ein Café gegangen und haben die Nervosität noch mit etwas Kaffee angeheizt. Kurz vor dem Start gab es noch die obligatorische Wettkampfbesprechung, bei der erwähnt wurde, dass die Schwimmmarkierungen zum Teil etwas abgetrieben sind. Das dürfte auch die etwas längere Schwimmstrecke erklären ;)
Schliersee Wechselzone IDer Start war wie “gewohnt” ein Massenstart, bei dem ich allerdings relativ schlecht weggekommen bin. Vor mir waren ein paar langsamere Schwimmer – zumindest langsamer als ich – an denen ich erstmal nicht vorbeikam. Nach einem etwas größeren Bogen und diversen Tritten und Schlägen, von denen einer nur Dank meines Ellenbogens an meinem Kinn vorbeirutschte, hatte ich dann etwas mehr Platz. Um weiteren Aufläufen zu umgehen bin ich dann etwas weiter außen geschwommen. Das Schwimmen selbst lief ganz ok (Platz 326), wobei der Neoprenanzug noch sehr ungewohnt war. Da muss ich noch ein paar Einheiten nachlegen. Es ist und bleibt aber meine schwächste Disziplin und irgendwas muss ich mir ausdenken, um hier deutlich besser zu werden.
Angekommen in Wechselzone I habe ich dann versucht meinen Neo in die vorgesehene Tüte zu pressen, die laut Tests des Veranstalters eigentlich gut passen sollte. Das ist auch mein einziger Negativpunkt: Mein Orca Sonar in Größe 8 wollte zumindest naß und im Eifer des Gefechts nicht in diesen verfluchten kleinen gelben Sack! Selbiger ist mir dann auch noch zerrissen, sodass ich den Neo letztlich halb im Sack und halb draußen habe liegen lassen. Dann ging es auf die leicht verkürzte Radrunde. Hier war ich ganz froh vorher mit einem Kenner der Strecke gesprochen zu haben, der mir ein paar nützliche Tipps geben konnte. So verlief der erste Teil ohne irgendwelche Besonderheiten und ich konnte reichlich Plätze gut machen. Kurz vor dem Ende hieß es dann allerdings runterschalten, denn es kam der Aufstieg zum Spitzingsattel. Den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: 4km Aufstieg mit einem Höhenunterschied von etwa 400m. Das heißt 20min lang konstant mit 10% Steigung bergauf fahren. Das ging ganz schön in die Oberschenkel und es gab einige Fahrer die zwischenzeitlich abgestiegen sind. Insgesamt hat mich die zweite Disziplin aber deutlich weiter nach vorn gespült. Übrigens darf/muss man besagten Berg nach dem Event auch wieder runterfahren und das geht deutlich fixer ;)
Oben angekommen hieß es dann runter vom Rad und rein in die Laufschuhe. Diese wurden vorher vom Veranstalter in beschrifteten Beuteln verpackt zur Wechselzone II gebracht. Von nun an ging es also zu Fuß weiter. Eigentlich meine stärkste Disziplin, musste ich hier nach dem ersten Kilometer allerdings etwas vom Gas gehen. Der Aufstieg mit dem Rad hatte etwas zuviel Kraft gekostet und die Laufstrecke war nicht gerade flach. So ging es also rauf und runter und vor allem über Forstwege und Trails, teilweise so schmal, dass man nicht wirklich überholen konnte. Hier und da stand auch mal eine Kuh mitten auf dem Weg und ein wild brüllender Bauer daneben, der versuchte eben diese vom Weg zu schaffen. Ein schönes Bild ;)

Schliersee Endergebnis

Die Laufstrecke habe ich dann insgesamt etwas langsamer zu Ende gebracht als geplant, bin dafür aber ziemlich konstant gelaufen und nach immerhin 2:54:36 endlich im Ziel angekommen. Wohl verdient gab es dort dann Kaiserschmarrn und reichlich alkoholfreies Weißbier. Insgesamt war es ein sehr schöner und gut organisierter Triathlon :mrgreen:

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