3MUC zum dritten

Zum Saisonabschluss war ich am Sonntag noch mal an der Regattastrecke in Oberschleißheim :)
Wie auch in den letzten beiden Jahren war es ein gut organisierter Wettkampf und hat viel Spaß gemacht. Petrus meinte es für meinen Geschmack mit ~30C allerdings etwas zu gut. Kleine Vorbereitung auf Kona? Haha :mrgreen:
Mit einer Gesamtzeit von 2:30:10h (Garmin) habe ich meine PB vom letzten Jahr leider nicht verbessern können, das steht dann 2017 auf dem Plan :P
Bevor ich viel schreibe, hier lieber ein Video! Vielen Dank an Andre dafür :)

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

OD Tegernsee + MD Erlangen

Irgendwie bin ich noch gar nicht dazu gekommen über meine letzten beiden Wettkämpfe zu schreiben, dabei waren beide ziemlich cool :)

Tegernsee Triathlon

TegernseeAnfang Juli war es wieder soweit. Nachdem ich letztes Jahr verletzungsbedingt absagen musste, konnte ich dieses Jahr fit an den Start und der Plan war einfach: Gas :P
Da ich am Tegernsee bisher nur die Sprintdistanz gemacht hatte, kannte ich zwar einen Großteil der Strecke, aber nicht das gemeinste Stück: Beim Laufen Kilometer 3 bis 6. hier sind gut 100 Höhenmeter bergauf. Erzählt wurde mir davon, jetzt konnte ich mir also selbst ein Bild machen. Und ja, es ist ein verdammt gemeines Stück und hat mich einiges gekostet. Trotzdem, wenn ich daran zurückdenke, muss ich Lächeln :)
Tegernsee WechselzoneZurück zum Start. Nachdem ich im Mai das erste Mal einen Rolling-Start mitgemacht hatte, wusste ich nach den ersten 150m im Wasser wieder, warum das bei vielen Veranstaltungen eingeführt wurde. Es war ein riesen Chaos und Rücksichtnahme und ein Einsortieren nach Schwimmzeit gab es leider nicht. Dementsprechend habe ich mehrfach den ein oder anderen Fuß oder Arm abbekommen. Glücklicherweise kam der härteste Schlag nur gegen meinen rechten Arm, mit dem ich mich dafür beinahe selbst K.O. geschlagen hätte. Ein Hoch auf die Brustschwimmer aus der ersten Reihe… Etwas angeschlagen habe ich mich dann im Feld zurückfallen lassen und bin relativ weit rechts außen geschwommen. Mit Erfolg: Es gab keine weiteren Zusammenst&uoml;ße. Der Haken: Die Schwimmzeit war mit 33:40min (Platz 242 gesamt) natürlich unter aller Kanone.
Egal. Angekommen in der Wechselzone ging alles ziemlich fix. Mit gerade einmal 1:36min (Platz 42 gesamt) vom Wasser bis aufs Rad, war es ein Wechsel wie aus dem Bilderbuch.
Auf dem Rad lief es dann auch deutlich besser und in kürzester Zeit hatte ich meinen Tritt gefunden und spulte die 40km in 1:11:08h (Platz 111 gesamt) ab. Eine neue PB – und das bei 400hm und gleißendem Sonnenschein :D
Auch der zweite Wechsel lief wie am Schnürrchen und nach 1:04min (Platz 42 gesamt) war ich im Laufschritt aus der Wechselzone raus.
Nach der Aufholjagd auf dem Rad waren meine Beine zwar schon etwas müde, aber beim Laufen geht ein Triathlon erst richtig los. Also stand ich weiterhin auf dem Gas. Meine grandiose Schwimmleistung wollte schließlich korrigiert werden! Und dann kam er. Der Berg. Ich bin (bisher) kein Bergläufer und das merkte ich. Die 3 Kilometer haben Kraft gekostet wie sonst nichts: 4. 4:55min, 5. 5:57min, 6. 6:02min. Vor allem der Vergleich zum niedrigen bis mittleren 4er Pace der restlichen Kilometer ist hart, aber über diesen Berg mussten alle und wie Sebastian Kienle so schön sagt: “If it’s hurting me, it’s killing them.” :P Nach 48:03min war der Spuck dann endlich vorbei und das Ziel erreicht!
Insgesamt war ich 2:35:32h unterwegs und damit 115. gesamt. Viel wichtiger allerdings: 12. Platz meiner AK (Garmin Activity, MRRC) :mrgreen:

Tegernsee Finish

Erlangen Triathlon

Erlangen VorbereitungenLetztes Jahr bin ich zum ersten Mal bei einer Mitteldistanz angetreten und dieses Rennen wollte ich natürlich noch mal machen: Den Erlangen Triathlon :)
Ende Juli war es dann soweit und ich stand wieder am Rand des Rhein-Main-Donau Kanals. Aufgrund der hohen Wassertemperatur (24,2C) war kurz vorher ein Neo-Verbot ausgesprochen worden. Nachdem wir endlich ins Wasser durften, war dann allerdings jedem klar warum: Es war warm wie in einer Badewanne! Als Schwimmer in der 2. Startgruppe, ging es um 9:15h los auf die 2km. Wie auch am Tegernsee war es ein Massenstart, da dieser allerdings aus dem Wasser erfolgte, gab es etwas weniger Schlägerei, was mir sehr recht war. Trotzdem fand ich erst nach einigen hundert Metern ein wenig Rhythmus. So richtig warm geworden bin ich mit dem Schwimmen an dem Tag leider nicht und kletterte mit ziemlich mieser Laune nach 53:35min aus dem Wasser.
Der recht langsame Wechsel aufs Rad (2:49min) war dann entsprechend von Fluchen und Mosern begleitet.
Endlich auf dem Rad unterwegs vergaß ich den schlechten 1. Part zum Glück relativ schnell und konnte einige Plätze gut machen. Die 80km waren zwar keine entspannte Rollerei, aber hey, es war ein Rennen! Nach 2:32:04h auf 80km war ich fast 10min schneller als letztes Jahr und hatte die verlorene Zeit wieder rausgefahren.
Der 2. Wechsel lief dann auch besser und nach 2:08min war ich in Laufschuhen bereits wieder am Kanal unterwegs zum TVE 1848 Gelände für die erste von 2 Runden durch den Wald.
Vom letzten Jahr kannte ich noch die Kanalbrücke die mehrfach überquert werden musste und auch meine Magenprobleme waren mir in guter Erinnerung geblieben. Da beim IM70.3 auf Mallorca allerdings alles problemlos verlief, war ich diesmal auch guter Dinge. Insgesamt 4 Bändchen mussten auf 2 Runden gesammelt werden, ehe man in den Zielkanal einbiegen durfte. Also machte ich mich auf den Weg. Erst über die Brücke, schier endlose 6km durch den Wald, Bändchen einsammeln und zurück ins Stadion. Dann das ganze wieder von vorn. Es wird immer wieder gesagt, dass ein Triathlon erst beim Laufen anfängt und es ist wirklich so. Hier teilt sich das Feld gnadenlos in 2 Gruppen. Die einen, die sich auf dem Rad verzockt haben und zu schnell unterwegs waren. Und die, in deren Beinen auch nach 3,5h+ noch Energie steckt. Diesmal gehörte ich zum Glück zur 2. Gruppe und der Magen hielt! Also lief ich. In Gedanken bereits im Ziel und die leeren Blicke der Entgegenkommenden als Motivation nutzend. “If it hurts me…”! Nach 1:37:38h war es dann endlich vorbei und ich war im Ziel.
Insgesamt war ich dieses Jahr 5:08:26h (AK Platz 33, Garmin Activity) unterwegs und damit fast 15min schneller als letztes Jahr :mrgreen:

erlangen_triathlon_vor_start

Nächstes Jahr werde ich wohl bei beiden Rennen wieder am Start stehen. Mal schauen was dann drin ist ;)

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Kleines Trainingslager Mitte August – Résumé :)

Screen Shot 2016-08-21 at 15.53.17Nachdem wir unseren geplanten Frankreich-Urlaub kurzfristig umplanen mussten, habe ich die 9 Tage in der Heimat genutzt und kurzerhand ein kleines Trainingslager daraus gemacht. Zwar steht nur noch der 3MUC Triathlon für diese Saison auf meiner Liste, aber schaden wird es wohl kaum. Danach kommt schließlich noch der München Marathon + Vorläufe usw usf :P
Neben der obligatorischen Entspannung auf der Sonnenliege, “Wasserball” im Planschbecken (geile Ersatzeistonne :D) und einigen Familienbesuchen, wurde unser Urlaub also auch für mich zur Entspannung – zumindest wenn man bei 3 Schwimm-, 6 Lauf- und 7 Radeinheiten (=16) an 9 Tagen entspannt. Schwimmen und Radfahren hatte ich natürlich auf den Umfang der kommenden olympischen Distanz ausgelegt. Beim Laufen hingegen deuten 2 längere Einheiten (22,5km @ 4:40min/km & 26km @ 4:55min/km) schon etwas mehr in Richtung des Marathons am 9. Oktober.
Insgesamt sind am Ende in ~17h Training 4,6km im Wasser, 273,68km auf dem Rad und 72,41km in Laufschuhen zusammen gekommen. Darin versteckt sind: 3 Koppeln (2x Lauf, 1x Rad), 1 Laufintervalltraining und diverse Sprints auf dem Rad. Laut Garmin entspricht das etwa 16.000kcal. So entspannt war ich lange nicht :mrgreen:

Ameldung München Marathin

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

6 x b2run

Zum 6. Mal war ich dieses Jahr beim b2run dabei. 2011 und 2012 einfach nur so. 2013 und 2014 dann zur Abwechslung mal in Kostümen:

b2run 2013 - Zieleinlauf Huckepack newkids2014

2015 habe ich dann mal Gas gegeben und die Qualizeit unterboten, sodass ich dieses Jahr aus dem vordersten Block starten konnte :)

…und es lief gut, obwohl ich für diese kurzen Strecken (6,1km) eigentlich nie trainiere. Aber noch mal zum Start: Die Organisation der ganzen Veranstaltung wurde dieses Jahr etwas umgestellt und jeder bekam eine Startzeit und nur kurz vor dieser durfte er in den Startblock. Eine sehr sinnvolle Änderung nach dem Gedrängel der letzten Jahre. Leider haben die Veranstalter allerdings nicht daran gedacht, dass sich v.a. die schnelleren Läufer durchaus warmlaufen, schließlich möchte man eine Verletzung vermeiden. Da Block A und B die gleiche Startzeit hatten, Block A allerdings nur durch B zugänglich war, hatte man also die Wahl: Entweder man versucht sich nach dem Warmlaufen durch den kompletten Block B zu kämpfen oder es bleiben 20mx50m für ein paar Aufwärmübungen. Endlich in Block A angekommen, bin ich also wie ein Tiger im Käfig auf und ab gelaufen. Kurz vor dem Start wurde dann auch noch der hintere Block geöffnet, was für reichlich Gedrängel sorgte. Nun gut, so bleibt etwas Potential für nächstes Jahr ;)
Nach dem Startschuss ging alles ganz fix. Nach 1-2-3 Kurven hatte sich das Feld schon deutlich auseinander gezogen und das berüchtigte Slalom-Laufen blieb aus. Die ersten 3km liefen wirklich sehr gut, nur bei KM 4 (Anstieg) und anschließend bei KM 5 musste ich etwas durchatmen. KM 6 und der Zielsprint waren dann zwar noch mal eine Herausforderung, mit dem Zähne zusammenbeißen kenne ich mich aber mittlerweile ganz gut aus :mrgreen:
Im Ziel nach 6,1km stand dann eine 22:01,1min auf der Uhr (Platz 90) und somit eine neue PB und auch die Quali für nächstes Jahr ist sicher :)

DSC_1253
Teamwertung Platz 8 :)

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Clean the slaves

In my current project we’re generating jobs for each branch of each project with the help of the Jenkins Job DSL. Branches are created for each feature and bugfix – hotfixes are branched from release branches but these are treated a little differently. Anyway, as you can imagine we tend to have a lot of branches even though we delete them once they’re merged back into the master. Since we also have a lot of different jobs for building/testing/deploying, the amount of jobs explodes quite quickly ;)
Also, to have acceptable job execution times and fast feedback for the developers, we’re using multiple slaves.

Problem

When deleting a job, e.g. because the branch is removed, its workspace on the slave is not deleted. This is a little annoying since it’s wasting a lot of space on the slaves’ disks and in the past required some manual effort to clean them up. Luckily, Jenkins provides some nice APIs :)

Solution

We created a job which is executing a “system groovy script” (important!) and must be run on the Jenkins master. It simply runs through all slaves, checks if their workspace contains a folder which is orphaned and deletes it. And yes, it is as simple as it sounds. Just a few lines of code which are run after the job generation and all orphaned workspaces are removed :mrgreen:

import hudson.model.*
import hudson.node_monitors.*
import jenkins.model.*

for (node in Jenkins.instance.nodes) {
    computer = node.toComputer()
    if (computer.getChannel() == null) {
        continue
    }

    def rootPath = node.getWorkspaceRoot()
    def space = DiskSpaceMonitor.DESCRIPTOR.get(computer)

    println "Checking node ${node.name}..."
    println "Got path ${rootPath} and remaining space ${space}"

    rootPath.list().sort().each { dir ->
        if (!Jenkins.instance.getItem(dir.name)) {
            println "${dir} orphaned. Deleting..."
            dir.deleteRecursive()
        } else {
            println "${dir} still in use. Skipping."
        }
    }
}

Münchner Stadtlauf mal 3

Irgendwie musste jetzt mal wieder was anderes her und da kam der SportScheck Stadtlauf genau passend :)

DSC_1177
Frühstück

Also was tun, damit es etwas besonderes wird? Kurz überlegt und dann entschieden: Wir laufen einfach alle 3 Rennen: Halbmarathon, 10km & 5km. Insgesamt also etwa 36,1km und natürlich haben wir trotzdem etwas Gas gegeben. Immer das größere Ziel im Blick ging es um 8h heute Morgen mit den 21,1km los. Am Ende 1:31:30h auf der Uhr, was ganz gut zu meinen anderen HM Zeiten dieses Jahr passt :)

DSC_1180 1466947657801-1489547930
Vor und nach dem Halbmarathon (21,1km @ 1:31:30h)

Anschließend ging es wieder zum Start. Dort warteten bereits einige Kollegen, denn wir hatten uns als Team eintragen lassen (Platz 15 von 121!). Mit der etwas feuchten kühlen Pause – danke Petrus – ging es dann um 10:35h auf die nächste Etappe: 10km, mit dem Ziel ~45min. Gesagt getan mit einer fast-Punktlandung: 45:05min. Der Teil war definitiv der härteste, aber diese Art von Schmerz habe ich mittlerweile ganz gut im Griff :mrgreen:

IMG-20160626-WA0012 DSC_1187
TNG @ Stadtlauf München & nach den 10km (45:05min)

Mit immerhin schon ~31,3km auf der Uhr, stand jetzt nur noch ein Rennen auf dem Plan: 5km. Die Beine waren mittlerweile schon etwas schwer, aber hey, 5km? Das geht immer! Also wieder auf zum Start :P

DSC_1189
Vor der letzten Runde mit Steffen, der den ganzen Spaß mitgemacht hat :)

Nach 24:30min (inkl. 200m Gehen mit Seitenstichen, die ich seit der 5. Klasse nicht mehr hatte…) war der Spuck dann vorbei und wir kamen geschafft und glücklich im Ziel an.

IMG-20160626-WA0002 DSC_1195
Müde und glückliche Finisher und 3 Medallien an einem Tag ;)

Alles in allem standen am Ende ~36,5km in 2:41h auf der Uhr. Es war ein riesen Spaß und eine geniale Abwechslung zu einem normalen Rennen! So einen Kram werde ich in Zukunft wohl noch öfter in den Wettkampfkalender einbauen, dann kommt keine Langeweile auf :D

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Schnüren adé

Nach Jahren des Schnürens habe ich seit ein paar Tagen zum ersten Mal Locklaces und muss sagen, dass ich echt angetan bin. Einmal passend eingestellt, schlüpfe ich jetzt in Windeseile in meine Schuhe. Nach wenigen Schritten hat sich das Gummi passend justiert und der Schuh sitzt genauso straff am Fuß wie mit normalen Schnürsenkeln. Die Faulheit siegt :mrgreen:

Locklaces

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Powerpapa

powerpapaVor ein paar Monaten habe ich von einem Bekannten sein neustes Buch bekommen: Powerpapa! – Das beste Fitnessprogramm für Väter. An einem verregneten Sonntag habe ich es im Februar mal ausgepackt und mit meiner Kleinsten “rumgeturnt”. Ihr hat es soviel Spaß gemacht, dass sie seitdem immer wieder mit dem Buch um die Ecke kommt und mit mir trainieren will. Nachdem das Wetter jetzt endlich schöner geworden ist, konnten wir auch mal die Übungen machen, die eigentlich nur draußen möglich sind. Neben ausführlichen und bilderreichen Erklärungen gibt es auch noch einige Ideen zu für Trainingsplänen. Für mich ist das ganze eine willkommene Abwechslung im Training und wie kann man seine Zeit schöner verbringen als mit Kind und Hobby zusammen? Eben :P

Viel Spaß beim Lesen ;)

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Ironman Mallorca 70.3

Vor einer Woche zog es mich zum ersten Mal ins Ausland für einen Triathlon. Diesmal aber nicht irgendeinen, sondern den Ironman 70.3 auf Mallorca :)

Palma

Verbunden mit einem kleinen Urlaub – als Vorbereitung und Entspannung getarnt :P – ging es bereits 3 Tage vorher zum Flughafen und ab über die Alpen ins vermeintlich warme und sonnige Spanien. Im Gegensatz zu München, war es allerdings nicht richtig sonnig und mit knapp unter 20°C würde ich es auch nicht warm nennen. Nun gut, Hitze im Wettkampf finde ich eh nicht so geil, da kamen mir die Wolken ganz gelegen.

DSC_0977 DSC_0988
DSC_0991 DSC_0994

Checkin Alcudia

DSC_1019Geplant war der Start am Samstag Morgen und damit der Bike-Checkin bereits am Vortag. Also bin ich am Freitag schon mal quer über die Insel gefahren. In Alcudia angekommen gab es dann die erste kleine Überraschung: Vom Schwimmausstieg bis zur Wechselzone waren es knapp 500m und dann noch mal 500m bis ans andere Ende, insgesamt waren also gute 1,5km Barfußlaufen angesagt.
Auf der parallel stattfindende Messe gab es leider keine besondere Schnäppchen – schade, ich suche immer noch Felgen für mein Rad ;)
Nach der Wettkampfbesprechung, die in 3 Sprachen gehalten wurde (!), ging es wieder zurück nach Palma.

Vor dem Start

Als der Wecker um 5h morgens klingelte, war ich direkt hellwach. Die Wechselzone war nur von 6 – 7:30h geöffnet und ich musste das Rad noch aufpumpen, ein letztes Mal checken und v.a. meine Schuhe und den Helm in die Beutel tun. Denn bei 14°C Außentemperatur goß es wie aus Eimern und der Aussichten waren nicht besser. Um kurz vor 7 endlich in Alcudia angekommen, waren die Straßen bereits voll mit Triathleten aller Art. Vorfreude und Anspannung lagen in der Luft, da konnte auch das bescheidene Wetter nichts gegen tun :P

DSC_1017 DSC_1018

Warmup

Witterungsbedingt umgeplant habe ich mich dann bereits im Auto in Schale geworfen. Barfuß und bepackt mit den letzten Dingen für die Wechselzone ging es dann los. Das Rad war schnell präpariert und die Beutel hingen an den vorgesehenen Haken. Also ab zum Strand: Einschwimmen & -Laufen!
Das 18°C warme Hafenbecken war eine willkommene Möglichkeit der Kälte zu entkommen. Um 7:45h mussten wir allerdings schon aus dem Wasser und in die Startaufstellung. Hier kam dann auch die erste Neuerung des Reglements zum Tragen: der Rolling-Start. Anstelle eine Startschusses und anschließendem ins Wasser stürmen werden seit dieser Saison alle 5 Sekunden 5 Teilnehmer auf die Reise geschickt. Hört sich erstmal gut an und verhindert auch die Waschmaschine, die entsteht, wenn mehrere hundert Leute gleichzeitig ins Wasser sprinten und versuchen los zu schwimmen. Ein kleiner Haken: Es dauert ewig. Genauer gesagt habe ich bis 8:50h am Strand gestanden und gefroren, bis ich endlich an die Reihe kam. Das Aufwärmen hätte ich mir definitiv sparen können…

Schwimmen

Im Wasser lief es wie geplant – mal abgesehen von der Qualle die mich nach ~100m am Fuß erwischt hat. Schwimmen ist und bleibt zwar meine schwächste Disziplin, mit einer 42:14min (AK Platz 293) inkl. des Sprints ins und aus dem Wasser war ich allerdings zufrieden und kam gut aufgewärmt aber nicht erschöpft aus dem Meer. Letzteres wäre auch Wahnsinn, schließlich ging es jetzt erst los! Auf den 500m zur Wechsel hatte ich den Neo bereits halb aus und festgestellt, dass es immer noch regnete. Die Pfützen waren riesig und die halbe Wechselzone stand unter Wasser. Irgendwie habe ich es trotz eisiger Finger in meine (noch) trockenen Socken geschafft und lief zum Rad. Nach den ersten Metern außerhalb des Wechselzelts waren die Socken allerdings schon durch und von oben kam reichlich Nachschub. Hier wurde es dann klar: Sonne würde ich auf den kommenden 90km nicht sehen.

Radfahren

RadrundeDie Radrunde verlief bis KM35 ziemlich gut. Es ging zwar ab KM22 gut bergauf, das liegt mir allerdings besser als bergab :) Ab KM35 kam dann genau das: Die vorher gewonnenen Höhenmeter ging es auf 4m breiten und halb unter Wasser stehenden Serpentinstraßen bergab. Bereits in den ersten Spitzkehren merkte ich, dass meine Vorderradbremse nicht so richtig funktionierte – später stellte sich heraus, dass die Bremse einfach offen war, ich hatte wohl vergessen sie nach dem Zusammenbau des Rads zu schließen. Das machte einen Zeitgewinn natürlich unmöglich und so rollte ich etwas nervös die nächsten 10km runter in die Dörfer. Unten angekommen war ich mehr Eiszapfen als sonstwas: Es goß bei 12°C immer noch, ich hatte nur meinen dünnen Rennanzug an und hatte die ganze Abfahrt quasi nicht getreten. Jetzt galt also vor allem eins: Irgendwie warm werden. Nach weiteren 5-6km, meinen bisher härtesten auf dem Rad und auch mental anstrengend, hatte ich dann endlich wieder eine brauchbare Grundtemperatur erreicht und konnte wieder ernsthaft in die Pedale treten und versuchen ein wenig Zeit gut zu machen. Petrus hingegen machte sich weiterhin mächtig unbeliebt und spickte den konstanten Dauerregen auch noch mit einigen Sinnfluteinlagen. Am Ende der 90km standen dann 3:18:50h auf der Uhr (AK Platz 237 => 56 Plätze aufgeholt!). Normalerweise hätte ich mich darüber geärgert, allerdings nicht bei diesen Bedingungen. Zu glücklich war ich wieder in der Wechselzone zu sein :)

Laufen

Laufrunde Endlich in den Laufschuhen stehend, verließ ich das Wechselzelt nach etwas über 4 Stunden und fand nach 100m zielsicher eine knöcheltiefe Pfütze, die den Traum von ein paar Kilometern in trockenen Socken zunichte machte. Man gewöhnt sich dran! Den gerade begonnenen Halbmarathon ging ich mit einer 4:30er Pace an, musste aber 6km feststellen, dass meine Beine das nicht bis zum Ziel aushalten würden. Also runter vom Gas und der mental schwierigste Teil des Rennens begann… Einen 5er Pace HM laufe ich sonst zur Regeneration und noch im Februar bin ich im Wettkampf mit 4er Pace unterwegs gewesen. Gut, da bin ich vorher weder geschwommen, noch habe ich Zeit auf dem Drahtesel verbracht, aber mit 4:30 hatte ich schon geplant. All die Gedanken helfen natürlich nichts und eines habe ich in den letzten Jahren beim Triathlon gelernt: Der Plan ist vorbei, wenn der Startschuss fällt und (schnell) durch kommen nur wer, improvisiert und sich auf die Umstände anpassen kann. Nach schier endlosen 2 Runden über die Promenade und Einkaufsmeile von Alcudia, vibrierte meine Uhr und ich wusste was jetzt kam: Durchladen, Zähne zusammenbeißen, rauf aufs Gas und den Schmerz verdrängen. Einige Male habe ich das bereits durchgemacht: Brennende und gröhlende Oberschenkel, Laktat ohne Ende und es gibt nur eine Linderung. Die liegt allerdings einige Kilometer voraus, denn Aufgeben ist keine Option! So habe ich meine schmerzenden Beine noch mal auf eine 4:45er Pace gehievt und die letzten 500m auch noch die ursprünglich angepeilte 4:20 auspacken können. Nach 1:45:28h (AK Platz 205 => 32 Plätze aufgeholt!) kam dann endlich die Erlösung :D

Fazit

Insgesamt war ich mit den beiden Wechseln (6:31min & 6:02min) 5:59:05h unterwegs und habe mein Ziel von sub 6h damit erreicht (AK Platz 205, Garmin Connect) :mrgreen:
Es war eines der geilsten Rennen die ich bisher machen durfte und ich bin auch eine Woche danach vor allem eins: Dankbar für diese geniale Erfahrung. Noch nie musste ich mich im Wettkampf durch derartige Tiefen kämpfen und habe soviel dabei gelernt. Und eins ist sicher: I’ll be back – in Erlangen bin ich schon gemeldet :P

DSC_1030 Screen Shot 2016-05-16 at 15.25.16

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

Berlin HM

Da habe ich doch glatt den Post über den Berlin Halbmarathon vergessen…

Am 3. April fand er statt, also gerade einmal 2 Wochen nach meiner neuen PB in Hamm. Bei schönstem Wetter liefen wir morgens zur Startaufstellung. Leider waren wir etwas spät dran und es war so unglaublich voll, dass ich es nicht mehr nach vorn in meinen Block geschafft habe. Also habe ich mich bei den anderen mit einsortiert. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass der Block D der vorderste Block eines 2. Starts ist. Erst als wir langsam nach vorn zur Startlinie gef&uumlhrt wurden, war uns klar: Wir starten aus der ersten Reihe :mrgreen:
Mit einer angepeilten Zeit von sub 1:30h (Start mit 4:10, dann schauen wie es läuft) stand ich dafür natürlich vollkommen falsch, denn Block D war für die >1:50h Läufer gedacht. Nun gut, dachte ich mir, dann werde ich wohl einiges zu überholen haben :P Als der Startschuss dann fiel, sprinteten neben uns allerdings sofort 3-4 Leute los. Mich an meinen Plan erinnernd, hatte ich die Sprinter nach ~250m wieder eingeholt, denn da war wohl doch niemand bei, der mich auf dem Weg quer durch das Feld der Blöcke C und B begleiten wollte. Das wiederum hatte die interessantesten 2,5km zur Folge, die ich je hatte, denn ich lief “vorn”. Mutterseelenallein ganz vorn – und nicht ganz unkommentiert von dem ein oder anderen Streckenposten, der mir ein “Na, hast deine Gruppe verpennt?” zurief :D
Nach 2km sah ich dann allerdings schon die letzten der vorderen Blöcke. Von nun an wurde es wirklich anstrengend, denn niemand dort war auch nur annähernd mit meiner Pace unterwegs. Die Folge: Slalom, Springen, Bordsteine, Bushaltestellen umkurven… Eigentlich hätte ich mir einen Radfahrer mit Trillerpfeife besorgen sollen ;) So bin ich dann also durch das Feld gepflügt, immer mit der Hoffnung, dass es nicht zu kräftezehrend wird und zuviel Zeit kostet. Bei KM10 (42:16) und KM15 (1:03:40) sah es auch noch gut aus, dann allerdings musste ich der Aufholjagd Tribut zollen und die letzten 6km gingen nur noch in ~4:25er Pace. Am Ende stand dann eine 1:30:38 auf der Uhr, mit der ich trotzdem sehr zufrieden bin. Die Zeit aus Hamm ist damit bestätigt und an dem Tag unter den Umständen war nicht mehr drin ;)

Berlin Halbmarathon

Insgesamt war es ein toller Lauf vor einer gigantischen Kulisse. Ich habe noch nie soviele Zuschauer bei einem Lauf gesehen und auch die Strecke war wirklich schick. Den mache ich bestimmt noch mal :P

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen und/oder meine Facebook-Seite liken :)

HM Gezeitet #1 2016

Am 28.2. war es endlich soweit: Mein erster Vollgas-Lauf 2016 – Halbmarathon in Hamm :)
Nachdem die Vorbereitung mit der Münchner und Ismaninger Laufserie ganz gut liefen, stand der Plan eine Sub 1:30h zu laufen. Je nach Tagesform und Bedingungen wäre vielleicht noch etwas mehr drin!

An der Strecke angekommen schwante mir allerdings, dass zumindest die Wetterbedingungen nicht optimal sind. Zwar war es trocken, aber neben gerade mal ~1C Außentemperatur, pfiff auch noch eine Brise mit einigen Böen durch das Jahnstadion. Sich darauf auszuruhen kam allerdings nicht in Frage und meine Taktik stand:

  • 7km mit ~4:10er Pace,
  • 7km mit ~4:00er Pace
  • und danach einfach alles raushauen was geht.

Außerdem wollte ich meine “Fans” nicht enttäuschen ;)

hamm2016_1 hamm2016_4

Die ersten 7km liefen auch wie am Schnürrchen und nach 29:09min hieß es Stufe 2 zu zünden. Anfangs lief es auch hier sehr gut, bis die Strecke auf die lange Gerade am Kanal entlang kam. Dort holte mich dann die Vorahnung ein: Konstanter Gegenwind mit einigen Böen. Während ich bis dorthin in einer ~5 Mann starken Gruppe unterwegs war, löste sich diese noch vor der Schleuse auf und ich musste nach neuem Anschluss suchen. Also käpfte ich mich langsam an die nächste vor mir Laufenden heran. Echte Mitläufer habe ich aber leider nicht mehr gefunden. Nach gut 7km Gegendwind (28:46min) kam dann endlich der Wendepunkt am Schloss Werries. Von jetzt an fielen die Schritte endlich wieder leichter. Die 7km vorher hatten mich allerdings soviel Kraft gekostet, dass ich die verlorene Zeit nicht mehr rauslaufen konnte. Am Ende landete ich mit 1:28:30h auf Platz 12 meiner AK (61. gesamt) und damit ist die 1:30h endlich gefallen :mrgreen:

hamm2016_2 hamm2016_3

Vielen Dank auch noch an meine Supporter, denn das gibt natürlich noch mal ein wenig mehr Power :)

Übrigens, wenn Du über meine neuen Posts benachrichtigt werden möchtest, einfach rechts Deine Emailadresse eintragen :)

1 2 3 51